Teresa Reichert

Subtitle

FRAGILE FRAGMENTE

Fotografien aus Berlin an der Grenze zwischen 
Figuration und Abstraktion, 1988 - 2003

FRAGILE FRAGMENTS


Photographs from Berlin on the border between

Figuration and Abstraction, 1988 - 2003


Werke aus der Sammlung der Artothek der sozialen Künstlerförderung im Abgeordnetenhaus von Berlin

Works from the Collection of the Artothek in the Berlin Parliament

29/04/2015 - Spring 2017

Back: Ulrike Bolenz Cloning (1994), Right: Timo Kahlen Bewegung I-IV (1994)


Left and right: Sven Hoffmann Manus I und II (1996)

Left: Pat Binder Zopping Lidschlag I und II (1997), Right: Uwe Wollschlaeger Aus der Sequenz: A retro - Ab ante (1991)

Dagmar Uhde: Ohne Titel (1995/1996)

Left front: Pat Binder Zopping Lidschlag I und II (1997), Left back: Uwe Wollschlaeger Aus der Sequenz: A retro - Ab ante (1991), Right: Birgit Kleber Ohne Titel (1993)

Jürgen Baumann Can you ear me (1994)


Die Ausstellung FRAGILE FRAGMENTE  zeigt Fotografien, die sich an der Grenze zwischen figurativer und abstrakter Darstellung bewegen. Das Sichtbare und Reale wird zwar abgebildet, jedoch durch Techniken der Fragmentierung, Unschärfe oder Collage verfremdet. Auf diese Weise entsteht ein Fokus auf Form und Struktur, auf Bereiche außerhalb des Gewöhnlichen und des Möglichen. Besonders im Zwischenraum der rein abbildenden und der verfremdeten Fotografie entstehen spannungsreiche Felder, die eine poetische Bildsprache mit weitreichenden Betrachtungsräumen ermöglichen. Eine Gemeinsamkeit aller Werke ist ihre nicht greifbare Flüchtigkeit: Es scheint, als wollten sie sich einer konkreten Interpretation entziehen und sich der Eindeutigkeit von Zuschreibungen verweigern. Die Ausstellung präsentiert 32 Werkserien mit 91 Einzelbildern von 19 Künstler/innen, darunter großformatige Werke, fotografische Objekte und serielle Arbeiten.


Alle Werke stammen aus der Sammlung der Artothek der Sozialen Künstlerförderung. Diese wurde 1950 in Westberlin gegründet und ermöglichte Künstler/innen trotz der schwierigen sozialen Lage im Nachkriegsberlin weiter in ihrem Beruf zu arbeiten. Das Förderprogramm Bildende Kunst schloss mit den Künstler/innen Verträge ab, die ein Honorar sowie eine Erstattung der aufgewendeten Materialkosten beinhalteten. Als Gegenleistung wurde eine zuvor vereinbarte künstlerische Arbeit dem Land Berlin übereignet. Ab 1988 wurde im Bereich Bildende Kunst neben Malerei, Bildhauerei, Grafik und Zeichnung auch Fotografie gezielt gefördert, bis die Künstlerförderung Ende 2003 eingestellt wurde. Verblieben ist eine beachtliche Sammlung von rund 14.800 Exponaten, darunter über 400 Fotografien. Die zeitlich und örtlich begrenzte Sammlung – auf den Raum Berlin und für die Fotografie auf die Zeit von 1988 bis 2003 – ermöglicht einen einmaligen Einblick in die vornehmlich in den 1990er Jahren in Berlin entstandene Fotokunst.


Künstler/innen in der Ausstellung // Artists in the exhibition:

Jürgen Baumann

Pat Binder

Ulrike Bolenz

Kurt Buchwald

Karl-Heinz Eckert

Gerhard Faller-Walzer

Helene Herb

Sven Hoffmann

Timo Kahlen

Birgit Kleber


Anja Knecht

Ingar Krauß

Ute Ludwig

Lisa Schmitz

Heiderose Tomaskowitz

Dagmar Uhde

Verena von Hugo

Uwe Wollschlaeger

Stefan Zeyen

Information:


Abgeordnetenhaus von Berlin

Niederkirchnerstraße 5

10117 Berlin


Opening hours: Monday to Friday 9 am - 6 pm

The entrance is free


www.parlament-berlin.de


Credits:


A cooperation between Artothek der Sozialen Künstlerförderung, Landesamt für Gesundheit und Soziales, Abgeordnetenhaus von Berlin and Universität der Künste Berlin, Institut für Kunst im Kontext


Curators: Seunglee Lee, Teresa Reichert and Igor Sovilj

Graphics: Seunglee Lee, Goscha Nowak and Igor Sovilj

Texts: Teresa Reichert

Photograhic reproductions: Miji Ih